Freisprechung 10.03.2026
Quelle: ALPHA REPORT
Zeugnisse und Gesellenbriefe für 126 junge Handwerker
„Gott schütze das ehrbare Handwerk!“ Mit diesen Worten sprach
Kreishandwerksmeister Konrad Zahn in der Magdeburger
Johanniskirche 126 junge Gesellen frei. Die würdevoll gerahmten
Gesellenbriefe sowie Zeugnisse und Blumen sorgen dafür, dass die
jungen Handwerker diesen Festtag so schnell nicht vergessen
werden.
Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung darf sich Lukas Reyher aus Drewitz
jetzt Elektroniker nennen. Zu den 126 jungen Gesellen aus
Magdeburger, der Börde, Salzlandkreis und dem Jerichower Land
gehören auch Kfz-Mechatroniker Till Mischur und Anlagenmechanikerin
Carolin Mandy Schulz. Sie alle erlebten in der Magdeburger
Johanniskirche eine würdige Freisprechung der Kreishandwerkerschaft
Elbe-Börde mit insgesamt 400 Besuchern. Darunter auch einige
prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft wie Magdeburgs
Wirtschafts-Beigeordnete Sandra Yvonne Stieger, Steffen Burchhardt
(Landrat Jerichower Land) oder der Handwerkskammer-
Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe.
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sprach in seinen Grußworten aus
der Zeit seiner Ausbildung. Der 46-jährige Wirtschafts-Ingenieur aus
Quedlinburg hat nach seinem Studium in mehreren deutschen
Unternehmen gearbeitet und habe auch die Erfahrung gemacht, in
Krisenzeiten entlassen worden zu sein. Daher sehe er sich heute in der
Verantwortung, für die Wirtschaft günstige Rahmenbedingungen zu
schaffen. Beim Thema Fachkräftemangel im Handwerk sprach der
dreifache Familienvater über seinen ältesten Sohn, der nach
abgeschlossener zehnten Klasse in die Berufsausbildung gehe: „Ich
finde es klasse, dass er sich für diesen Weg entschieden hat.“
Zeugnis, Blumen und der eingerahmte Gesellenbrief: Das ist der Lohn
für eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Facharbeiter im Handwerk
aus den Bereichen Elektronik, Anlagenmechanik, Kfz-Mechatronik,
Fliesenleger, Maler und Lackierer, Tischler, Metallbauer und Mechaniker.
Laut Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführerin Kerstin Fanger hat die
Freisprechung einen immer höheren Stellenwert in Politik und
Wirtschaft. Sie führte durch die Veranstaltung und sagte: „Künstliche
Intelligenz repariert keine Autos und ersetzt keine kaputte Toilette.
Handwerk ist nicht nur Arbeit, sondern gelebte Leidenschaft.“
Der Schmunzler des Tages ging an Börde-Landrat Martin Stichnoth, der
im Publikum seine Hebamme Elisabeth Salomon erkannte und sie als
die Frau bezeichnete, „die mich fast so lange kennt, wie meine Mutter.“
Ansonsten warb Stichnoth für seinen Landkreis und für die Region:
„Bleiben Sie als gut ausgebildete Fachkräfte bei uns oder kommen
nach gesammelten Erfahrungen in der ganzen Welt wieder zurück.“
Für Kreishandwerksmeister Konrad Zahn ist die Freisprechung die
Wertschätzung der jungen Gesellen für ihre geleistet Arbeit. Und mit
Blick auf die Johanniskirche: „Es waren Handwerker, die dieses
Bauwerk vor 900 Jahren errichtet und in der Zwischenzeit mehrfach
wieder aufgebaut haben.“
Ganz frisch dagegen ist die Musik von Janika Roloff. Die Musikerin aus
Gommern performte auf der Bühne vier Titel aus eigener Feder, die das
Leben und die Erfahrungen junger Menschen widerspiegeln. Passend
zur Freisprechung: „Das Leben ist eine Reise.“
Seit 2017 veranstaltet die Kreishandwerkerschaft ihre Freisprechungen
zweimal jährlich in diesem Gebäude, das im Mittelalter als dreischiffige
Basilika gebaut wurde. Konrad Zahn betonte: Unsere Freisprechungen in
diesem würdevollen Rahmen sind nur mit breiter Unterstützung möglich.
Konkret nannte er die Landkreise Jerichower Land, Börde und
Salzlandkreis, die Handwerkskammer, IKK gesund plus, Signal Iduna
sowie die Volksbanken Jerichower Land, Magdeburg und Börde-
Bernburg.
Bericht : ALPHA REPORT
Herzlichen Glückwunsch
allen freigesprochenen Gesellen und Gesellinnen
Elektrotechniker/in, SHK Anlagenmechaniker/in, Kfz-Mechatroniker/in, Maler-und Lackierer/in, Fliesen-,Platten-und Mosaikleger, Tischler/in, Metallbauer/in, Feinwerkmechaniker/in, Zerspanungsmechaniker
Für die Besten des Ausbildungsjahres gab es Geschenke von der SIGNAL IDUNA
Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre
Volksbank Jerichower Land eG, Volksbank Börde-Bernburg eG, Volksbank Magdeburg eG, SIGNAL IDUNA, IKKgesundplus, Handwerkskammer Magdeburg,
Landkreis Börde, Landkreis Jerichower Land und Salzlandkreis


